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Angst vor ALS: Wenn Muskelzucken zur Krankheitsangst wird

Angst vor ALS beginnt oft nicht mit einer Diagnose, sondern mit einem Symptom. Bei mir war es Muskelzucken. Aus einem zunächst harmlosen Zucken wurde die Angst vor einer schweren neurologischen Erkrankung. Ich begann zu googeln, meinen Körper zu beobachten und immer wieder nach vermeintlichen Anzeichen zu suchen.

Genau darin liegt die Falle der Krankheitsangst: Je stärker man kontrolliert, desto mehr nimmt man wahr – und desto bedrohlicher wirkt plötzlich jedes neue Körpergefühl.

Wenn die Angst den Alltag übernimmt

Die Angst vor ALS blieb bei mir nicht auf einzelne Momente beschränkt. Sie bestimmte meinen Alltag, meine Gedanken und mein Verhalten. Ich kontrollierte meinen Körper, testete Bewegungen, beobachtete jedes Zucken und suchte immer wieder nach Sicherheit. Kurz beruhigte mich das manchmal – langfristig hielt genau dieses Verhalten die Angst am Leben.

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